Familienpsychologe Matthias Petzold verbreitet Verleumdungen und gefährdet dadurch das Wohl eines Kindes

Der Familienpsychologe Matthias Petzold hat einer jungen Mutter wegen einer Gehbehinderung die Erziehungsfähigkeit abgesprochen und dabei unwahre Tatsachen behauptet. Aufgrund seines Gutachtens darf das Kind nicht zurück zu seiner Mutter.

Gutachten des Familienpsychologen Matthias Petzold aus Köln zur Erziehungsfähigkeit der K.: „Die Erziehungsfähigkeit von K. ist aufgrund mehreren Faktoren eingeschränkt: Sie ist körperlich schwer behindert und ist selbst im Alltagsleben eingeschränkt. Insbesondere hinsichtlich der Betreuung und Förderung ihres Sohnes J. braucht sie kontinuierlich im Alltag fremde Hilfe, sie war und ist alleine mit Sicherheit im Alltag mit dem Kind überfordert. Sie hat in der Alltagsverantwortung ihr Kind nicht hinreichend gefördert, insbesondere in der motorischen Entwicklung und der Sozialkontakte. Hinzu kommt ihre unangemessene Einstellung zu ihrer eigenen Erkrankung, sie hat ihr Kind zur Selbstinszenierung ihres Krankheitsbildes missbraucht.

Für seine Behauptungen liefert Herr Petzold keine Beweise. Teilweise konnten seine Behauptungen durch Gegenbeweis bereits widerlegt werden. Herr Petzold verbreitet üble Nachreden und Verleumdungen über K., wodurch die Rückführung des Kindes zu seiner Mutter rechtswidrig verhindert wird.

Die Kinderärztin des Jungen widerspricht der Darstellung des Herrn Petzold und bescheinigt Mutter und Kind ein enges Verhältnis

Mitteilung der Kindesärztin des J. zum Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung: Die Kinderärztin hat J. „ausführlich untersucht zur U9 am 14.05.2020. Dann gab es noch einen Termin am 19.01.2021. Festgestellt wurde eine nicht gut entwickelte Feinmotorik und die Muskelhypotonie, daher wurde Krankengymnastik verschrieben. In seiner Gesamtentwicklung war J. nicht sehr auffällig, er hat normal gesprochen, auch die Stifthaltung war ok. J. war eigentlich motorisch normal. Die leichte Muskelhypotonie wurde nur aufgrund von Bedenken der Eltern festgestellt. Die Mutter hat den Verdacht eines EDS-Syndroms, aber die humangenetische Untersuchung hat dies als Ursache ausgeschlossen. Bei der U8 wurde zwar ein Knick-Senk-Fuß bemerkt. J. war körperlich nicht ganz fit, er hat sich vieles nicht zugetraut. Er ist erst mit 21 Monaten gelaufen, er hat also eine leichte motorische Entwicklungsverzögerung, die aber nicht erziehungsbedingt, sondern Veranlagung ist. Die Eltern waren mit ihm auch beim Orthopäden und bei der Physiotherapie. Zu den Terminen beim Kinderarzt kamen anfangs beide Eltern, dann meistens nur die Mutter, einmal alleine der Vater (U8). Die Kinderärztin konnte ein „enges Verhältnis zwischen Mutter und Kind“ beobachten.

Die Kindesmutter hat ein privatgutachterliche Expertise durch eine Diplom-Psychologin für das Beschwerdeverfahren eingeholt. Demnach ist die Fremdunterbringung des Kindes rechts- und verfassungswidrig und widerläuft dem Wohl des Kindes

Das Sachverständigengutachten des Diplom-Psychologen Matthias Petzold im Verfahren am Amtsgericht Leverkusen ist insgesamt als mangelhaft zu bezeichnen. Sein Sachverständigengutachten liefert methodisch keine belastbare Entscheidungsgrundlage. Aus fachlich-psychologischer Sicht sind seine Ausführungen nicht haltbar. Das Sachverständigengutachten von Matthias Petzold verletzt psychologische und verfassungsrechtliche Standards. Es ist in psychologischen Fachkreisen bekannt, dass gemäß Studienlage rund 75% der familienpsychologischen Gutachten den wissenschaftlichen Anforderungen nicht genügen. Gegenüber dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ äußerte der Professor für Angewandte Psychologie, Dr. Werner Leitner: „Diese Gutachten haben gravierende Mängel bei den Testverfahren und den Methoden der Gesprächsführung. Außerdem entsprechen sie nicht dem aktuellen Forschungsstand“. Ferner sagt Prof. Dr. Leitner: „Mit diesen mangelhaften Gutachten verdienen die Gutachter zwar viel Geld. Auf der Strecke bleibt aber das Wohl der Familien und der Kinder“. Übereinstimmend hierzu schreibt im Standardwerk „Familienpsychologische Gutachten“ Dr. Joseph Salzgeber: „Studien belegen, dass bei Sachverständigengutachten durchaus Mängel an Fachwissen bestehen.“ Das Lexikon der Justizirrtümer zählt branchenübergreifend mehrere Fälle, in denen selbst Sachverständige mit Doktortitel oder gar Professorentitel ein erweislich falsches Sachverständigengutachten erstattet haben.

[…] Die gegenwärtige Situation ist nicht zufrieden stellend. Das Kind besucht die Förderschule und gilt nach Aktenlage als seelisch behindert. Der Kindeswille entspricht nicht zwangsläufig dem Kindeswohl. Dass ein 7-jähriger Förderschüler den Sachverhalt allumfassend begreift, darf angezweifelt werden. Sympathie ist nicht mit Erziehungsfähigkeit gleichzusetzen. Dass gegenwärtig im gemeinsamen Haushalt von der Kindesmutter und ihrem neuen Partner eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, konnte bislang von Matthias Petzold nicht bewiesen werden. Ein entsprechender Beweis wäre jedoch notwendig, um einen Verbleib des Kindes bei […] anzuordnen. Der Beschluss des Amtsgerichts Leverkusen vom 22.09.2022 missachtet das verfassungsrechtlich verankerte Erziehungsprimat der Eltern nach Art. 6 Abs. 2 GG. Es wird an die ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts erinnert: Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG garantiert den Eltern das Recht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder. Der Schutz des Elternrechts erstreckt sich auf die wesentlichen Elemente des Sorgerechts, ohne die die Elternverantwortung nicht ausgeübt werden kann (vgl. BVerfGE 84, 168 <180>; 107, 150 <173>). Eine Trennung des Kindes von seinen Eltern gegen deren Willen stellt den stärksten Eingriff in das Elterngrundrecht dar. Art. 6 Abs. 3 GG erlaubt diesen Eingriff nur unter strengen Voraussetzungen. Eine Trennung des Kindes von seinen Eltern ist nach Art. 6 Abs. 3 GG allein zu dem Zweck zulässig, das Kind vor nachhaltigen Gefährdungen zu schützen und darf nur unter strikter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit erfolgen. Ihren einfachrechtlichen Ausdruck haben diese Anforderungen in § 1666 Abs. 1, § 1666a und § 1696 Abs. 2 BGB gefunden. Dabei berechtigen nicht jedes Versagen oder jede Nachlässigkeit der Eltern den Staat, auf der Grundlage seines ihm nach Art. 6 Abs. 2 Satz 2 GG zukommenden Wächteramts die Eltern von der Pflege und Erziehung ihres Kindes auszuschalten oder gar selbst diese Aufgabe zu übernehmen (vgl. BVerfGE 24, 119 <144 f.>; 60, 79 <91>). Es gehört nicht zur Ausübung des Wächteramts, gegen den Willen der Eltern für eine bestmögliche Förderung der Fähigkeiten des Kindes zu sorgen. Das Grundgesetz hat den Eltern die primäre Entscheidungszuständigkeit bezüglich der Förderung ihrer Kinder zugewiesen. Das beruht auf der Erwägung, dass die spezifisch elterliche Zuwendung dem Wohl der Kinder grundsätzlich am besten dient (vgl. BVerfGE 60, 79 <94>; 133, 59 <73 f., Rn. 42 f.>). Solange eine Kindeswohlgefährdung im gemeinsamen Haushalt der Kindesmutter und ihres neuen Partners nicht bewiesen wurde, ist eine Entziehung der elterlichen Sorge nicht rechtskonform.

Ärztliches Zeugnis zur Gehbehinderung der Kindesmutter

K. befindet sich in meiner ärztlichen Behandlung. K. leidet an einer unbehandelten Hüftfehlstellung. […] Die Bewegung des Gelenks ist eingeschränkt, deswegen wird es operiert. […] Nach der Operation und der Rehabilitation erhoffen wir uns eine deutliche Verbesserung der Einschränkungen bezüglich des bestehenden Krankheitsbildes.